Bitte nicht verwechseln mit:
Dawn-Phänomen (1. Basalratenhügel)
Dusk –Phänomen (2. Basalratenhügel)
Einschlaf-Phänomen
Das Aufsteh-Phänomen hat einen eigenständigen Insulinbedarf, der unabhängig von Basalrate und Essensinsulin beim Aufstehen nach längerer Ruhe- / Liegenphase durch eine Kreislaufanpassung (hormonell, nerval) zur Unterdrückung von Blutzuckeranstiegen (wegen einer Resistenz) nötig ist.
Herr Dr. Teupe definiert beim Aufstehen hier zwei wichtige - für uns als Laien greifbare - Gründe. Zuerst wird beim Aufstehen der Blutdruck stabilisiert, indem sich die kapazitiven Blutgefäße enger stellen und sich der Herzschlag beschleunigt.
Dann wird über hormonelle Einflüsse (Renin, Angiotensin, Aldosteron) ca. ein halber Liter Zwischenzellwasser (beim Erwachsenen) in die Blutgefäße verschoben. Dadurch steigt der Blutdruck volumenbedingt weiter an und der Herzschlag wird langsamer.
Es gibt noch mehr Faktoren die mit hereinspielen, aber meinen (laienhaften) Erklärungsrahmen sprengen würden. So werden über Zellkernrezeptoren, die ihrerseits insulingebunden arbeiten, weitere Reaktionen ausgelöst.
Wesentlich ist, dass die Zellen für diese Rezeptoren nach längerer Liegephase zum Aufstehen Insulin benötigen, welches über die "normalen" Insulinrezeptoren eingeschleust wird, dann aber nicht dem Glucosetransport dient.
Fehlt dieses Mehr an Insulin im Körper, entwickelt sich nachgehend eine Insulinresistenz für den Zeitraum von ca. 6 bis 8 Stunden.
Die benötigte Insulinmenge korrespondiert mit der genetisch determinierten Anzahl der verfügbaren Zellrezeptoren für Insulin und deren aktueller Resistenzsistuation (Up-, Down-Regulation).
Sie liegt etwa zwischen 0,5 und 4 Insulineinheiten bei einem Tagesgesgesamtinsulinbedarf
zwischen 20 und 80 Insulineinheiten bezogen auf 70 kg Lebendgewicht.

Wurde die für das Aufstehen notwendige Menge in die Balsarate programmiert, weil man immer um 7.oo Uhr aufsteht, kommt es beim Ausschlafen (Wochenends und im Urlaub) zu einem Problem, sprich Hypo.








